Maklerprovision beim Immobilienverkauf

Viele Eigentümer spielen mit dem Gedanken, ihre Immobilie ohne Makler zu verkaufen, um die Maklerprovision zu sparen. Häufig besteht die Sorge, dass die Provision den erzielbaren Kaufpreis zu stark schmälert. In der Praxis erweist sich diese Annahme jedoch oft als Irrtum.

Entstehen Maklerkosten für den Verkäufer

Beauftragt ein Eigentümer einen Immobilienmakler mit dem Verkauf seiner Immobilie und vermittelt dieser erfolgreich einen Käufer, entsteht grundsätzlich ein Anspruch auf Maklerprovision. Diese stellt die Vergütung für die erbrachten Leistungen dar, die von der Vermarktung bis zur erfolgreichen Vermittlung reichen.

Seit Inkrafttreten der gesetzlichen Neuregelung zur Provisionsteilung gilt bei Wohnungen und Einfamilienhäusern ein einheitlicher Standard. Käufer und Verkäufer teilen sich die Maklerprovision in der Regel zu gleichen Teilen. Üblich sind jeweils 3,57 Prozent inklusive Mehrwertsteuer. Die genaue Höhe der Provision ist jedoch weiterhin verhandelbar und kann individuell vereinbart werden.

Gesetzliche Regelung zur Provisionsteilung

Mit dem Gesetz über die Verteilung der Maklerkosten bei der Vermittlung von Kaufverträgen über Wohnungen und Einfamilienhäuser wurde festgelegt, dass derjenige, der den Makler beauftragt, mindestens die Hälfte der Provision tragen muss. In der Praxis führt dies meist zu einer hälftigen Teilung der Maklerkosten zwischen Käufer und Verkäufer.

Wie sich die Maklerprovision langfristig entwickeln wird, ist derzeit offen. Maßgeblich bleibt stets die konkrete Vereinbarung im Maklervertrag.

Notarkosten

Gemeinsames Interesse an einem erfolgreichen Verkauf

Makler und Eigentümer verfolgen dasselbe Ziel, den erfolgreichen Verkauf der Immobilie zu einem optimalen Preis. Eine Provision fällt nur dann an, wenn es tatsächlich zu einem Abschluss kommt. Der Makler ist daher daran interessiert, die Immobilie bestmöglich zu präsentieren und geeignete Kaufinteressenten zu finden.

Warum ein Alleinauftrag sinnvoll ist

Die Beauftragung mehrerer Makler gleichzeitig steigert in der Regel nicht die Verkaufschancen. Vielmehr kann dies die Wahrnehmung der Immobilie am Markt negativ beeinflussen. Erscheint ein Objekt parallel bei verschiedenen Anbietern, leidet oft die Exklusivität und Interessenten vermuten einen erhöhten Verkaufsdruck.

Ein qualifizierter Makler im Rahmen eines Alleinauftrags sorgt für eine strukturierte Vermarktung, gezielte Ansprache von Interessenten und eine professionelle Begleitung der Kaufverhandlungen. Dies führt häufig nicht nur zu einem reibungsloseren Ablauf, sondern auch zu einem besseren Verkaufsergebnis.

Immobilienmakler

Welche Leistungen der Makler übernimmt

Für Eigentümer entstehen in der Regel keine Vorleistungen. Ein seriöser Makler übernimmt zahlreiche Kosten und Aufgaben im Verkaufsprozess. Dazu gehören unter anderem die Beschaffung notwendiger Unterlagen wie Grundbuchauszüge, Flurkarten oder Auszüge aus dem Baulastenverzeichnis.

Darüber hinaus erfolgt häufig eine professionelle Immobilienbewertung, um einen marktgerechten Angebotspreis festzulegen. Auch die Erstellung hochwertiger Exposés, professionelle Objektfotos sowie gegebenenfalls virtuelle Rundgänge oder Videos gehören zum Leistungsumfang. Diese Maßnahmen erhöhen die Sichtbarkeit und Attraktivität der Immobilie am Markt.

Wohnen

Zusätzlicher Vorteil für Kapitalanleger

Wird eine vermietete Immobilie verkauft oder plant der Käufer eine Vermietung, kann die Maklerprovision unter bestimmten Voraussetzungen steuerlich als Werbungskosten geltend gemacht werden. Dadurch lässt sich das zu versteuernde Einkommen reduzieren.

FAQ

Was ist die Maklerprovision?

Die Maklerprovision ist die Vergütung für die Leistungen eines Immobilienmaklers. Sie wird fällig, wenn durch die Tätigkeit des Maklers ein Kaufvertrag über eine Immobilie zustande kommt.

Wann fällt eine Maklerprovision an?

Eine Maklerprovision fällt nur dann an, wenn der Makler erfolgreich einen Käufer oder Verkäufer vermittelt und es tatsächlich zum Abschluss eines Kaufvertrags kommt.

Wie hoch ist die Maklerprovision?

Bei Wohnungen und Einfamilienhäusern beträgt die Maklerprovision in der Regel insgesamt 7,14 Prozent inklusive Mehrwertsteuer. Diese wird üblicherweise zu gleichen Teilen auf Käufer und Verkäufer aufgeteilt, sodass jede Partei 3,57 Prozent zahlt. Abweichende Vereinbarungen sind möglich.

Wer zahlt die Maklerprovision?

Seit der gesetzlichen Neuregelung teilen sich Käufer und Verkäufer die Maklerprovision meist jeweils zur Hälfte. Derjenige, der den Makler beauftragt, muss mindestens 50 Prozent der Provision übernehmen.

Ist die Maklerprovision gesetzlich geregelt?

Ja. Die Verteilung der Maklerprovision bei Wohnungen und Einfamilienhäusern ist gesetzlich geregelt. Die konkrete Höhe der Provision kann jedoch vertraglich vereinbart werden.

Ist die Maklerprovision verhandelbar?

Ja. Die Maklerprovision ist grundsätzlich verhandelbar. Die vereinbarte Höhe muss jedoch vor Beginn der Maklertätigkeit im Maklervertrag festgehalten werden.

Muss der Verkäufer eine Maklerprovision zahlen?

In der Praxis übernimmt der Verkäufer meist die Hälfte der Maklerprovision. Eine vollständige Übernahme durch den Verkäufer ist möglich, jedoch nicht mehr der Regelfall.

Wann wird die Maklerprovision fällig?

Die Maklerprovision wird fällig, sobald der notarielle Kaufvertrag unterschrieben ist. Eine Zahlung vor Vertragsabschluss ist nicht zulässig.

Was passiert, wenn kein Verkauf zustande kommt?

Kommt kein Kaufvertrag zustande, fällt keine Maklerprovision an. Der Makler erhält nur dann eine Vergütung, wenn der Verkauf erfolgreich abgeschlossen wird.

Kann die Maklerprovision steuerlich abgesetzt werden?

Bei vermieteten Immobilien oder bei geplanter Vermietung kann die Maklerprovision unter bestimmten Voraussetzungen steuerlich als Werbungskosten geltend gemacht werden.

Warum kann ein Makler den Verkaufspreis verbessern?

Ein professioneller Makler sorgt für eine marktgerechte Preisermittlung, eine zielgerichtete Vermarktung und strukturierte Kaufverhandlungen. Dies führt häufig zu einem höheren Verkaufspreis als bei einem Privatverkauf.

Maklerkosten beim Immobilienverkauf